27. Oktober 2011
KLJB Eichstätt informiert auf der Verbrauchermesse Consumenta zum Thema Fairer Handel
Die KLJB Eichstätt war im November dieses Jahres mit einem Informationsstand zum Thema „Fairer Handel“ auf der Verbrauchermesse Consumenta in Nürnberg vertreten. An ihrem Stand luden die KLJB-Jugendlichen zu Nachdenken über persönliche Konsumentscheidungen ein. Das sogenannte „Kaufentscheidungs-Domino“ aus überdimensionalen Dominosteinen – eine Leihgabe der KLJB-Bundesstelle - thematisierte beispielsweise die Produktionsbedingungen auf dem weltweiten Textilmarkt. Die Messebesucherinnen und -besucher wurden gebeten, entweder ein Billig-T-Shirt aus dem Discounter oder ein unter ökologischen und fairen Bedingungen hergestelltes T-Shirt symbolisch zu kaufen. Je nach Kaufentscheidung fielen die Dominosteine in die eine oder andere Richtung um. Auf der Rückseite der umgefallenen Dominosteine gab es Wissenswertes über die Folgen der jeweiligen Kauf-Entscheidung zu lesen. Die Besucher erfuhren unter anderem, dass mit dem Kauf von fair gehandelten Konsumgütern die Kleinbauern und Arbeiter/innen in den Entwicklungsländern von den gezahlten Löhnen ihre Familien ernähren könnten, Umwelt- und Sozialstandards eingehalten würden und Kinderarbeit unterbunden werde. Kauft man billigste Konsumgüter aus den Discountern, so reiche den Arbeitern in den Entwicklungsländern der Lohn oft nicht zur Ernährung ihrer Familien, Umweltstandards würden nicht beachtet, Sozialstandards wie etwa die 5-Tage-Woche, Krankheits- und Mutterschutz vernachlässigt und Kinder zur Arbeit eingesetzt.
Zwischen den Messegästen und den jungen KLJBlern ergaben sich interessante Gespräche. Die Besucher wollten unter anderem wissen, ob am kenianischen Produktionsstandort die KLJB-eigenen, fair gehandelten LamuLamu-Textilien auch die propagierten Umwelt- und Sozialstandards eingehalten würden. Denn Kenia sei schließlich weit weg und die Kontrolle eher schwierig.
Beim Thema „Konsum“ führten junge Familien häufig an, sie könnten sich bei nur einem Verdiener und mehreren zu versorgenden Familienmitgliedern keine fair gehandelten und somit vergleichsweise teuren Konsumgüter leisten. Sie würden aus Kostengründen auf billigere Konsumgüter aus den Discountern ausweichen. Diese Argumentation ließen die KLJBler am Stand natürlich so nicht stehen. Denn es könne nicht sein, dass unser Billigkonsum zu lassen von Sozial- und Umweltbedingungen in den Produktionsländern gehe. Gegenargumente für den Billigkonsum seinen einerseits, auch mal Second-Hand-Angebote zu nutzen. Des weiteren lohne es sich, nach dem Prinzip „weniger ist mehr“ zu agieren und besser auf Qualität statt auf Quantität zu setzen, so die Argumente der KLJBler.
Als kleine Belohnung für ihr Interesse überreichten die Jugendlichen den Mitspielern einen Holzkreisel mit der Aufschrift „Voll fairtrade“.
Sandra Foistner
AVÖ-Referentin
KLJB Diözese Eichstätt