Wir haben „iKuh“!



Bayrischer Abend: Nicht nur die Nassenfelser legten eine flotte Sohle hin

Jede Menge Neuerungen auf der KLJB-Diözesanversammlung (5./6.11.2011) beschlossen

Am vergangenen Wochenende trafen sich rund 50 Mitglieder der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) der Diözese Eichstätt im fränkischen Wernfels, um im alten Gemäuer der Burg Grundsteine für die Zukunft ihrer Verbandsarbeit zu legen. Größte Herausforderung: die neue Satzung durchbringen.

Bye Bye, AG-Ebene
Aufgebaut in Ortsgruppen (OGs), größer gefassten Arbeitsgemeinschaften (AGs, „Mittlere Ebene“) und der Diözesanebene mit Diözesanleitung (DL) ist einiges an Durchlässigkeit und Zusammenarbeit nötig, um jeden KLJBler im Bistum zu erreichen. Doch an der Teamarbeit zwischen Ortsgruppen und Arbeitsgemeinschaften haperte es in der Vergangenheit immer wieder deutlich. Hannah Lehner aus dem Diözesanvorstand hatte im Vorfeld bei Unterhaltungen mit AGlern auf deren Seite immer wieder große Frustration festgestellt: „Es gibt fast keine Vorstände mehr auf AG-Ebene – irgendwas kann da nicht stimmen und da wollen wir ansetzen. Wir haben das eingehend besprochen mit Externen aus der Jugendarbeit und alle erachteten es als schwierig, bestehende Strukturen einfach auflösen zu können. Aber alle meinten auch, dass unsere Leute auf der Diözesan-Versammlung entscheiden sollen, ob sie noch AGs wollen oder nicht. Wir möchten mit der Abschaffung der AGs die engagierten KLJBler auf dieser Ebene entlasten. Da es nicht läuft, finden sie auch keine Nachfolger aus den Ortsgruppen.“ Für den Austausch zwischen OGs und DL, für den bisher die AGs hätten sorgen sollen, wird sich die DL nun in Form von Regionaltreffen einsetzen. Doch keine so bedeutende Abschaffung ohne Satzungsänderung: Etliche Stunden hatte die Diözesanleitung bestehend aus Hannah Lehner, Veronika Hallmeier, KLJB-Bildungsreferentin Martina Kleinert und Präses Matthias Blaha im Vorfeld an den Formulierungen gesessen, immer mit der bangen Frage: Reicht es bei der Abstimmung zur Mehrheit – bekommen wir die neue Satzung durch? Sie waren erfolgreich: Die Satzung wurde einstimmig geändert.

Neuer Mitstreiter im Diözesanvorstand
Jonas Bittlmayer heißt der neue Ehrenamtliche in der DL. Der Nassenfelser wird nun die nächsten zwei Jahre Hannah Lehner und Veronika Hallmeier bei ihren Aufgaben rund um die ländliche Jugendarbeit unterstützen. Erfahrungen als Vorstand hatte er die letzten Jahre bereits in der AG Nassenfels gesammelt. Sichtlich erleichtert und beglückt nahm der Azubi die Einstimmigkeit seiner Wahl zur Kenntnis und brachte in seiner kurzen Antrittsrede sogleich seine Motivation und Freude über die nun kommende Zeit zum Ausdruck. Auch seine beiden Kolleginnen Hannah und Voni waren mit der Entscheidung zur neuen Personalie offensichtlich mehr als zufrieden.Außerdem wurden als neue Kassenprüfer die Rupertsbucher Christina Heiß und Florian Heieis gewählt.

Voll fair trade
Ob beim Studienteil über gerecht gehandelte Nahrung und Kleidung oder beim Bayrischen Abend nach der Sitzung, alles stand unter dem großen Motto „Fair Trade“. Auch bei der kürzlich zu Ende gegangenen Verbrauchermesse consumenta in Nürnberg waren die Eichstätter KLJBler mit dem Thema Gerechter Handel an die Öffentlichkeit gegangen, so war es nur konsequent, den Fokus auch auf der Diözesanversammlung darauf zu legen. Im von Melanie Reitinger-Hönig referierten Kurs mit dem Schwerpunkt Schokolade wurden zuerst die Eckpunkte Fairen Handels abgesteckt, so z.B. gerechte Löhne und nachhaltige Produktion. Danach folgten kurze Film-Reportagen über die Arbeitsbedingungen auf einer Kakao-Plantage, die Produktionsschritte bei der Herstellung von Schokolade, Daten zu unserem Verbraucherverhalten („Nur die Schweizer essen pro Kopf mehr Schokolade als wir.“) und natürlich eine Verkostung. Fazit der Referentin zur Frage, worauf beim Schoko-Kauf zu achten ist: „Wenn man schon nicht regional einkaufen kann, kann man wenigstens fair einkaufen. Mittlerweile teilweise sogar schon im Discounter.“

Aus „Landei“ wird „iKuh“
Im Zuge der Neuerungen bleib auch das „Landei“, die Verbandszeitschrift der Eichstätter KLJB, nicht verschont. Mit neuem Erscheinungsrhythmus, verändertem Team und einem Namenswettbewerb für den Titel geht es für das Blatt nun in eine neue Runde. Unter zirka 100 verschiedenen abgegebenen Vorschlägen, setzte sich schließlich der Vorschlag „iKuh“ gegen Kontrahenten wie „Ratzefutz“ und „mEIpost“ durch. Die OG Rupertsbuch ist nun in der glücklichen Lage, durch ihren siegreichen Vorschlag ein Bio-Spanferkel gewonnen zu haben. In Hochstimmung wurde auch gleich die DL zum Spanferkel-Essen eingeladen, allerdings erst im nächsten Jahr, wenn es draußen wieder wärmer ist.
Apropos nächstes Jahr: 2012 stehen für die KLJB natürlich auch wieder viele Termine an, sei es die Studienfahrt zur Internationalen Grünen Woche in Berlin (19.-24.1.2012) oder Landesausschuss und -versammlung in Passau (17.-20.5.2012).

 

Die Bilder zum DV-Wochenende findet ihr hier.

 

<< Februar 2012 >>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
5 30 31 1 2 3 4 5
6 6 7 8 9 10 11 12
7 13 14 15 16 17 18 19
8 20 21 22 23 24 25 26
9 27 28 29 1 2 3 4

No events found.