Ein mysteriöses Diözesan-Event, Vorfreude auf Rheinland-Pfalz und jede Menge Lehm to go: Auf dem Ganztags-Diözesanausschuss (DA) am 15. Mai gab es wieder einiges Wissenswertes, Besinnliches und Lustiges zu hören.
Geocaching in Nassenfels
Die Beteiligung hielt sich wegen der anstehenden Abiturprüfungen zwar in Grenzen aber die Stimmung war gut. So beging die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) Eichstätt in diesem Jahr nur zu elft ihren Ganztags-DA im Bildungshaus Fiegenstall. Die allzeit rege Arbeitsgruppe (AG) Nassenfels hatte sich angesagt und einige Neuigkeiten aus ihrer Region mitgebracht: Felix Senft sowie Jonas und Martin Bittlmayer stellten an einem selbst gebastelten Modell stolz ihre Geocaching-Route vor, die insgesamt in eineinhalb Stunden zu bewältigen ist. Außerdem basteln sie derzeit an einem Schubkarren-Grill für ihre AG und planen eine Exkursion zum Bayerischen Rundfunk. Jonas Bittlmayer konnte noch eine positive Meldung machen: „Wir haben in Nassenfels ziemlich viele Leute, auch junge, die Lust haben zur KLJB zu kommen.“ Die Kontakte zu den Ortsgruppen (OGs) seien zwar auch weiterhin nicht so intensiv wie gewünscht, „aber das ändert sich hoffentlich mit der Umstrukturierung“, bei der die AG-Ebene aufgelöst und die AGs zu OGs umgewandelt werden. Und sonst so? „Alles etwas chaotisch, aber gut.“
Neues aus der DL
Auch die Diözesanleitung (DL) um die Vorstände Veronika Hallmeier und Hannah Lehner gab Rück- und Ausblicke: Im letzten Monat wurden die Kar- und Ostertage von KLJB-Präses Matthias Blaha in Ingolstadt organisiert, man war auf Landesausschuss und Bundesversammlung zugegen, hatte die kernkraftkritische Filmvorführung „Die 4. Revolution“ mit veranstaltet und zwei Erste Hilfe-Auffrischungskurse durchgeführt. Aktuell beteilige man sich aktiv an den jeden Montag stattfindenden Mahnwachen gegen Atomenergie auf dem Eichstätter Marktplatz. Geheimnisvoll wurde es beim Stichwort „Projekt AK“: Die DL schraubt mit Jonas Bittlmayer und Tanja Litzel derzeit an einem großen Diözesan-Event, über das noch nichts verraten wird. Man möge aber gespannt sein.
Mehr Nähe zu den OGs
Im Fokus steht nun die Stärkung der Nähe zwischen der DL und den OGs, die mit einer Neuaufteilung des Verbands in vier oder fünf Regionen (z.B. Eichstätt, Oberpfalz, Kinding, Wemding...) erreicht werden soll. Außerdem soll mindestens ein Vertreter einer jeden OG einmal im Jahr bei der Diözesanversammlung bzw. beim Diözesanausschuss anwesend sein. Dies soll auch als verpflichtendes Element in die Satzung aufgenommen werden und der DL die Möglichkeit geben, ein Sanktionsverfahren einzuleiten, falls eine OG drei Jahre in Folge ihre Pflicht dahingehend nicht wahrgenommen hat.
Der Antrag für ein Positionspapier „Atomkraft – nein danke“ konnte übrigens nicht wie geplant gestellt werden, da keine Beschlussfähigkeit hergestellt war.
Rumgeeiert
Auch die Zukunft der Verbandszeitschrift „Landei“ wurde angesprochen. Neben einem Ideenwettbewerb zur Umbenennung des „Landeis“, bei dem es übrigens ein Bio-Spanferkel zu gewinnen gibt, ändert sich der Erscheinungsrahmen. Viermal im Jahr soll es die Zeitschrift geben, dreimal verzichte man dabei allerdings auf ein Titelthema und damit auf den vom Landei-Team bisher produzierten Mantelteil mit Leitartikeln.
Lehm to go – Die neue Gruppenstunde
Die KLJB baut Lehmöfen – so lautet der Titel für die neue Gruppenstunde, die ab Juni für ein Jahr buchbar sein wird. In eineinhalb Stunden werden mit und bei den OGs unter Anleitung der DL kleine Lehmofen konstruiert, welche danach gleich auf ihre Tauglichkeit überprüft werden – Flammkuchen aus regionalen Zutaten stehen dann auf dem Speiseplan. Außerdem basteln die OGs an einem großen, mobilen Lehmofen, so dass jede OG, die diese Gruppenstunde bucht, sozusagen einen Bauabschnitt daran übernimmt und am Ende für alle Beteiligten das KLJB-Lehmofen Einweihungsfest in Fiegenstall lockt. Die kleinen Öfen können übrigens auf jede Wiese gebaut werden, sie zerstören sich nämlich kurz darauf selbst – ganz ökologisch, durch Regen.
Delegieren und amüsieren
Die KLJB Eichstätt hat natürlich noch mehr vor. Die Landesversammlung in Würzburg (2.-5. Juni) steht an, ebenso der Verbändetag in Eichstätt am 10. Juli und die Verbrauchermesse Consumenta in Nürnberg (26. Oktober-1. November). Überall werden die Eichstätter mit einem Stand oder delegierten Mitgliedern dabei sein und was los machen. Bei der Landesversammlung ist übrigens noch für sechs Leute Platz auf der Liste!
Und natürlich gibt es auch in diesem Jahr wieder den beliebten KLJB-Motorradgottesdienst am 9. Juli. Auf der gemeinsamen Tour durch den Naturpark Altmühltal steht diesmal ein Zwischenstopp im Kloster Plankstetten mit Führung durch die Klosterkirche auf dem Programm, bevor um 18 Uhr in der Spindeltalkirche der Gottesdienst stattfindet und anschließend vor der Kirche ein gemütlicher Ausklang mit Getränken und Gegrilltem geplant ist. Der Treffpunkt ist 12 Uhr an der Eichstätter Schutzengelkirche, gestartet wird wie immer bei jedem Wetter.
Fair-teiltes Wissen
Als Thema für den Studienteil setzte sich Hannah Lehners Vorschlag „Fairer Handel“ durch. Sie möchte darin unter anderem den Handelswegen oder verschiedenen Fair Trade-Siegeln auf den Grund gehen und das Engagement der KLJB dahingehend in Workshops mit Praxisbezug näher beleuchten. Nicht nur der obligatorische Besuch in einem Eine Welt-Laden stünde dabei auf dem Programm: „Jeder erhält hierbei die Möglichkeit, sich sein eigenes, 'faires' T-Shirt zu bedrucken“, so Hannah Lehner.
Da aber sowohl Veronika Hallmeier als auch Matthias Blaha sehr gute Ideen in Sachen Studienteil entwickelt hatten, einigte man sich darauf, alle Studienteil-Vorschläge anzunehmen und, angeführt vom Fair Trade-Thema, nacheinander zu bearbeiten: Vroni Hallmeier möchte die Kampagne „Heimvorteil! Punktsieg für's Land“ der Landesebene mit einem Fotowettbewerb zum Thema „Was hält mich auf dem Land?“ unterstützen, dessen Ergebnisse in einer Sparkassen-Filiale zu bewundern sein könnten. KLJB-Präses Blaha schwebt eine Wiederbelebung der Themen des FCKW (Fanclub Christentum-Kirche-Welt) vor, diesmal in Form einer „Bibel 2.0“, in der man sowohl Glaubensfragen in neu formulierten Geschichten besprechen als auch mit „Credo 2.0“ moderne Glaubensbekenntnisse erstellen kann.
Ochtendung, der Nabel der Welt
Die Bundesebene, vertreten von Wolfgang Ehrenlechner, schmiss noch einmal alles in die Waagschale, um für das Bundestreffen in Ochtendung (4.-7. August) bei Koblenz zu werben. Was sie geplant hat, hört sich in der Tat verlockend an: „Es gibt diesmal wirklich viiiele Bands und Kabarett, Exkursionen, Polittalk und einiges mehr an Programm, in das wir auch das ganze Dorf miteinbeziehen wollen“, so Wolfi Ehrenlechner. Die Eichstätter KLJB organisiert eine Fahrt zum Bundestreffen: Am 4. August fährt der Bus von Eichstätt (6 Uhr), Beilngries (6:30 Uhr), Hilpoltstein (7:00 Uhr), Weißenburg (7:25 Uhr) und Gunzenhausen (7:45 Uhr) nach Ochtendung, Rückankunft ist am Sonntag, der 7. August, gegen 22 Uhr. Der Teilnehmerbeitrag beläuft sich auf 125 Euro (inklusive Verpflegung, Unterkunft, Busfahrt, Programm und „LamuLamu“ Bundestreffen-Shirt), der Anmeldeschluss ist der 26. Juni. Schreibt an buero@kljb-eichstaett.de und vergesst nicht, eure T-Shirt Größe anzugeben. Wem das Bundestreffen allein nicht reicht, dem kann übrigens geholfen werden: Gleich im Anschluss besuchen KLJBler von Ochtendung aus den Landjugendverband der Franzosen MRJC bei deren Nationaltreffen in Argenton-sur-Creuse vom 8.-10. Juni. Auch beim Bundestreffen soll eine französische Delegation anwesend sein, die die KLJBler dann gleich ins Schlepptau nehmen kann.
Neuigkeiten beim Bundesverband gibt es im Vorstand: Karin Silbe wurde unlängst als neue Bundesvorsitzende gewählt. Ansonsten gab Wolfgang Ehrenlechner noch einen zufrieden-stolzen Rückblick über die Präsenz der KLJB bei der Internationalen Grünen Woche in Berlin im vergangenen Januar. Hierbei war der anscheinend größte Empfang in der KLJB-Geschichte gegeben worden, zumindest, was so eine Veranstaltung betraf – mit durchschlagendem Erfolg: „So gut besucht war es wirklich noch nie.“ Auch einen neuen Themenschwerpunkt stellte er vor: Auf der im Februar abgehaltenen Bundesversammlung in Rot an der Rot schrieb man sich „Zukunft Land“ auf alle Fahnen. Derweil ist man im Bistum Erfurt, genauer gesagt im Dekanat Dingelstädt, dabei, KLJB-Strukturen im Rahmen des Projektes „Wir bewegen das Land“ aufzubauen. Dies ist nach Berlin erst der zweite „Standort“ der KLJB in den neuen Bundesländern. Auch die Homepage wurde einer Kur unterzogen und wartet nun mit neuer Struktur auf.
Natürlich stellte er auch die Planungen für die kommenden Monate vor: Beim Wettbewerbs-Projekt „Im falschen Film“ können bis zum 15. September selbst gedrehte Filme zum Thema Hunger und Armut eingereicht werden. Die besten zehn werden dann auch in einem großen Bonner Kino gezeigt. Das nötige Handwerkszeug könnt ihr euch z.B. hier aneignen: „Vom Drehbuch zum youtube-Link“, ein Seminar für Anfänger in Sachen Videoclips für's Netz, kann man am 17.- 19. Juni in Würzburg belegen. Anmeldungen nimmt die Bundesstelle der KLJB bis zum 1. Juni entgegen.
Heimvorteil und AK Ghana
Die Landesebene konzentriert ihre Energie wie schon erwähnt auf ihre auf zwei Jahre angelegte Kampagne „Heimvorteil! Punktsieg für's Land“. Inhaltliche Teilbereiche bilden die Schwerpunkte politische Partizipation, Umwelt, Soziales und Wirtschaft. Die Kampagne bietet hierbei ein Dach für eigenständige diözesane Projekte.
Der Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) Eichstätt sucht übrigens noch Mitstreiter für ihren Arbeitskreis Ghana, der seit einigen Jahren regelmäßig verschiedene Austausch-Projekte mit der Jugendorganisation COSRA aus der Diözese Koforidua auf den Weg bringt. Infos dazu gibt es hier.
Im Anschluss an den organisatorischen Teil folgte der Gottesdienst mit KLJB-Präses Matthias Blaha.
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