„Die KLJB – meine ganz große Leidenschaft“
Ein Interview mit unserer neuen KLJB-Sekretärin Elli Geyer

Ein sonniger Sommervormittag legt sein blasses Licht über den Eichstätter Domplatz. Während die meisten Leute in einem der Cafés wohlig untätig herumsitzen, hat Eleonore Geyer damit zu tun, ihre Tochter Pauline (2) mit Salzstangen bei Laune zu halten. Ihre beiden größeren Mädels, neun und sieben Jahre alt, sind in der Schule und somit hat sich Elli kurzzeitig vom Pollenfelder Eigenheim mit Garten getrennt und ist zum Einkaufen nach Eichstätt gefahren. Vorher nimmt sie sich gern Zeit für ein Interview.


KLJB: Elli, hast du schon Erfahrungen in der KLJB?
Elli: (holt tief Luft) Ich war Gruppenleiter, AG-Leiter, in der Diözesanleitung und habe im Landei mitgearbeitet – ich bin seit zwanzig Jahren Mitglied.

KLJB: Wow! Das ist ja einiges! Was schätzt du so an der Arbeit in der Landjugend?
Elli: Die KLJB hat mein Leben sehr geprägt. Ich habe gelernt, meine eigene Meinung zu sagen – auch mal „nein“ zu sagen – und auf Menschen zuzugehen. Dieses Gemeinschaft vermittelt ein ganz tolles Gefühl! Mann kann sagen, dass die KLJB meine ganz große Leidenschaft ist.

KLJB: Das freut uns sehr, gut zu hören! Aber wie bist du denn ursprünglich zur Landjugend gekommen?
Elli: Da hat die Schweizfahrt, welche die KLJB 1988/89 organisiert hat, großen Anteil daran. Und meine Cousine, die mich darauf gebracht hat. Später war ich noch auf Fahrten nach Südtirol und an die Nordsee. Das war prima damals, einfach mal weg von Daheim, ohne Eltern! Auf der Schweizfahrt hab ich gleich den AG-Leiter kennengelernt, bin auch mal zur Gruppenstunde gegangen, weil die anderen immer gefragt haben, ob ich nicht mitkommen will. Und es standen zu dem Zeitpunkt zufällig Neuwahlen an und schwuppsdiwupps, war ich AG-Leiter. Das war übrigens die AG Nassenfels. Die anderen haben immer gesagt „Das lernst schon“ – das ist ja auch einer der Vorzüge in der Landjugend: Sich ausprobieren können. Zur KLJB und vor allem zum Vorstand kam ich, ja, man kann wirklich fast sagen, wie die Jungfrau zum Kinde!

KLJB: Gibt es eine bestimmte Anekdote aus deiner aktiven Landjugend-Zeit, die dir immer im Gedächtnis geblieben ist?
Elli: Oh, das war eigentlich zu meiner Verabschiedung, 2000/2001 hab ich mich aus dem Vorstand verabschiedet. Die AG Wemding hatte dazu das Lied „Tränen lügen nicht“ umgedichtet und wir haben alle so geheult. Das hat so richtig gepasst: Ja, was machen wir denn nun alle mit unserer neu gewonnenen Freiheit bzw. Freizeit, jetzt, wo keine Zeit mehr für die Landjugend drauf geht?

KLJB: Warum hast du aufgehört?
Elli: Heirat, Kinder, Hausbau... das ging nicht mehr gut zusammen. Aber das Aussteigen war ganz schlimm. (seufzt) Schließlich soll man aufhören, wenn es am schönsten ist.

KLJB: Nun bist du ja doch wieder dabei. Was wünscht du dir für deine „Amtszeit“?
Elli: Ich wünsche mir für die nächsten zwei Jahre neue Herausforderungen und dass ich viel Landjugendblut mit hineinbringen kann. Letzte Woche haben wir eine neue Ortsgruppe gegründet, da hat es richtig in mir gekitzelt – da passiert was, junge Leute engagieren sich und ich denke an meine Zeit zurück und kann das voll nachvollziehen. Dadurch, dass ich so aktiv war, kenne ich mich gut aus in den Abläufen bei der KLJB und merke, dass mir das sehr hilft. Ich freue mich drauf!


Das Gespräch führte Nastasia Radtke.

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