Presseartikel - Kar- und Ostertage der KLJB Eichstätt



„Vier Jahreszeiten“ - Kar- und Ostertage der KLJB in Nassenfels

Bereits zum sechsten Mal fanden heuer in Nassenfels die Kar- und Ostertage der Katholischen Landjugend-Bewegung (KLJB) statt. Zehn junge Erwachsene lebten von Gründonnerstag bis Ostersonntag im Pfarrhaus von Matthias Blaha, der neben seiner Pfarrer-Tätigkeit in Nassenfels und Egweil auch Diözesanpräses der KLJB ist.

Die Kar- und Ostertage standen heuer unter dem Motto „Vier Jahreszeiten“. Der Gründonnerstag stellte den Herbst des Lebens Jesu dar, in dem er seinen Jüngern wesentliche Worte und Zeichen als Vermächtnis hinterließ. Am Karfreitag wurde es buchstäblich Winter für Jesus: Eiskalter Wind schlug ihm ins Gesicht, als er verhaftet, verspottet, allein gelassen, gefoltert und schließlich getötet wurde. Frühling, also das Aufbrechen neuen Lebens, wurde für Jesus in der Osternacht Wirklichkeit, und am Ostersonntag entfalteten die Sonnenstrahlen der Freude über die Auferstehung und das ewige Leben Jesu ihre volle Kraft des Sommers. Vier Jahreszeiten in vier Tagen – eine äußerst intensive Zeit des Kirchenjahres, miterlebt und mitgestaltet von jungen Leuten aus der KLJB.

Nach dem Abendmahlsgottesdienst am Gründonnerstag feierten die Teilnehmer das Paschamahl, also jenes Fest, das Jesus am Abend vor seinem Tod mit seinen Jüngern gefeiert hat und aus dem die Messfeier entstanden ist. Pfarrer Blaha betonte, wenn Christen Pascha feiern, sei dies kein „Nachäffen“ eines jüdischen Gottesdienstes, sondern ein Zurückbesinnen auf die eigenen Glaubens-Wurzeln und ein Beitrag zur Hochschätzung sowie zum besseren Verständnis der jüdischen Religion. Mit einem Ölberggang mitten in der Nacht empfanden die jungen Leute die Situation Jesu kurz vor seiner Gefangennahme nach.

Am Karfreitag setzten sich die Teilnehmer intensiv mit der Passionsgeschichte Jesu auseinander und überlegten, was die einzelnen Elemente für ihr eigenes Leben und für ihre Beziehung zu Jesus bedeuten. Daraus entstanden aussagekräftige Gestaltungselemente, die in die Karfreitagsliturgie der Pfarrei Eingang fanden, beispielsweise Eisblöcke, die als Symbole menschlicher Kälte während der Passionsgeschichte in der Kirche aufeinandergestapelt wurden. Am Abend des Karfreitags, als die Teilnehmer eine Anbetungsstunde in der Kirche gestalteten, waren die Eisblöcke bereits teilweise geschmolzen, und das Wasser tropfte in den Osterwasser-Bottich. Rosen kamen zum Vorschein, die in die Eisblöcke eingefroren waren, als Zeichen für kleine Anzeichen menschlicher Zuwendung, die Jesus an seinem letzten Lebenstag erfahren hat.

Schließlich schwammen die Rosen oben auf dem Tauwasser, das als Osterwasser in der Osternacht feierlich gesegnet wurde. Die zahlreichen Mitfeiernden des Osternachtsgottesdienstes waren eingeladen, zum Osterwasserbottich zu gehen und sich mit dem Wasser zu bekreuzigen. Die schwimmenden Rosen symbolisierten die österliche Hoffnung, dass die Liebe mehr Recht hat als der Hass und das Leben mehr Recht als der Tod.

Am Ostersonntag, der ganz unter dem Thema „Freude“ stand, hatten die jungen Leute aus der KLJB bereits vor dem Gottesdienst Ostereier versteckt, die die Kinder nachher suchen durften. Mit einem Osterbrunch klangen die Kar- und Ostertage aus.

Die jungen Erwachsenen waren begeistert, die Gottesdienste der Pfarrei an diesen zentralen Tagen des Kirchenjahres mitgestalten zu dürfen, und waren sehr angetan von den vielen positiven Rückmeldungen auf ihre Aktivität. Sie fühlten sich im Pfarrhaus und in der Pfarrei angenommen und willkommen; so nahmen sie viele intensive Erlebnisse und Erinnerungen nach Hause mit, die ihnen das Geschehen der Kar- und Ostertage lebensnah aufgeschlossen haben und sie noch lange begleiten werden.

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