Bericht zur Landesversammlung 2007



Vom 17.-20.5.2007 tagte im Jugendhaus Schloss Pfünz die 58. KLJB-Landesversammlung. Dabei trafen sich ca. 90 Delegierte aus allen bayerischen Diözesen, um auf die Arbeit des letzten Jahres zurückzublicken und die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Bilder zu dieser Veranstaltung findet ihr hier.

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war das Werkbrief-Jubiläum. Seit mittlerweile 60 Jahren erscheint diese Arbeitshilfe regelmäßig, um Verantwortlichen in der KLJB Hilfen für ihre Arbeit an die Hand zu geben, aber auch, um aktuelle Themen aufzugreifen und aufzuarbeiten. Gemeinsam mit zahlreichen Ehrengästen, wie z. B. Prof. Dr. Martin Lechner, dem Professor für Jugendpastoral in Benediktbeuern, und einigen ehemaligen Werkbrief-Redakteuren, blickten die Delegierten auf die vergangenen 60 Jahre zurück. Bei einem Werkbrief-Quiz konnten sie ihr Wissen zu den Werkbriefen testen und unter Beweis stellen. Auch musikalisch und kulinarisch begab man sich auf eine Reise durch die Jahre 1947-2007. Gekonnt führten die beiden Landesvorsitzenden Leni Brem und Joachim Rott durch den Abend.

Studienteil "Klimawandel"
Im Studienteil beschäftigten sich die Delegierten mit dem aktuellen Thema "Klimawandel". Neben einem heiß diskutierten Impulsreferat und einem Spiel rund um das Thema "Klimawandel" konnten die Teilnehmer vor allem in verschiedenen Workshops Informationen zu unterschiedlichen Aspekten des Klimawandels, zu seinen Auswirkungen und zu Maßnahmen, wie man ihn abmildern kann.
Als Ergebnis dieses Studienteils verabschiedeten die Delegierten den Beschluss „Den Herausforderungen des Klimawandels begegnen – Forderungen an Politik und Wirtschaft“. Wichtigste Forderungen waren unter anderem die Einführung eines generellen Tempolimits von 130 km/h auf deutschen Autobahnen sowie das Verbot von Neugeräten mit unnötiger Stand-by-Funktion.
Eine zukunftsweisende Energieversorgung mit einem Anteil von mindestens 25 Prozent erneuerbarer Energien am europäischen Gesamtenergieverbrauch sieht die KLJB Bayern ebenfalls als wichtiges Element, um dem globalen Klimawandel entgegenzuwirken. Die Nutzung der Atomkraft ist dabei kein Weg, eine nachhaltige sowie ökologisch und sozial verträgliche Energieversorgung aufzubauen.
Um dem Klimawandel effektiv entgegen zu wirken, reicht allerdings eine Umstellung auf erneuerbare Energien allein nicht aus. So würde man nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe flächenmäßig an Grenzen stoßen und in einen Konflikt mit der Nahrungsmittelerzeugung und dem Erhalt der Natur (Beispiel Regenwald) geraten. "Deshalb ist es aus Sicht der KLJB Bayern von Nöten, sich ebenso auf die Energieeinsparung zu konzentrieren", hebt Robert Meyer, Landesvorsitzender der KLJB Bayern hervor. "Eine Senkung des Energieverbrauchs um 25 Prozent ist ein Ziel, das verbindlich für die EU festgeschrieben werden muss", fordert er.
Die Delegierten der KLJB Bayern gingen mit gutem Beispiel voran und überlegten sich konkrete Maßnahmen, mit denen sie in ihrem Alltag zum Klimaschutz beitragen wollen. Sie verpflichteten sich zum Beispiel dazu, Flugreisen zu vermeiden, öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad zu benutzen und auf Energiesparlampen umzurüsten. Dies ist nur eine kleine Auswahl der Schritte, mit denen die Vertreter der Diözesanverbände zu einer Entlastung des Klimas beitragen wollen.
Landwirtschaftsminister Josef Miller, der im Rahmen des Studienteils ein Referat mit dem Thema Risiken und Chancen für die bayerische Land- und Forstwirtschaft hielt, betonte die Globale Verantwortung der Nordhalbkugel: „Gerade die Industriestaaten stehen in der Verantwortung, vor allem auch deshalb, weil der Klimawandel wesentlich von ihnen verursacht wurde und wird. ... Umgekehrt sind von den Folgen der Klimaerwärmung besonders die ärmsten Länder betroffen. ...“

Projekt "Migration" abgeschlossen
Zwei Jahre lang beschäftigte sich der Landesverband Bayern mit dem Thema "Migration und Integration". Auf der diesjährigen Landesversammlung fand nun der Abschluss des Projektes statt, bei dem auf verschiedene Aktionen und Stationen zurückgeblickt wurde. So entstand in diesen zwei Jahren beispielsweise der Werkbrief "Grenzen überqueren – Migration und interkulturelles Zusammenleben", es wurden Gespräche mit Angehörigen verschiedener Religionen geführt und ein Positionspapier verabschiedet. Der Landesvorsitzende Joachim Rott meinte dazu: "Wir haben zwei Jahre versucht, Grenzen zu überqueren. Heute können wir sagen: Wir haben Grenzen überquert."
Da als Fortführung des Projektes geplant ist, sich bei den Landesgremien auch weiterhin mit Migration und interkulturellem bzw. interreligiösem Dialog zu beschäftigen, besuchten die Delegierten im Rahmen der Landesversammlung die Moschee in Eichstätt. Dort erfuhren sie vom Imam der Moschee Wichtiges über den Islam und durften außerdem am Gebet teilnehmen. Dieser Besuch war wohl für alle ein beeindruckendes Erlebnis.

Neues Projekt geplant
Nachdem das Projekt "25.000" mit dem Landestreffen im September 2006 abgeschlossen wurde, war nun die Zeit, sich Gedanken zum neuen Projekt zu machen. Dieses soll sich um das "K" in der KLJB drehen. Die Delegierten konnten ihre Gedanken, Ideen und Bedenken zu den Vorüberlegungen des Landesvorstandes äußern. Daraus wird nun ein konkretes Konzept erarbeitet. Das Projekt wird voraussichtlich Ende 2007 / Anfang 2008 starten und circa ein halbes Jahr dauern.

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