Ökologie



Positionspapier zum Thema Kernkraft                                        25. Juli 2011 


Auf ihrem Diözesanausschuss im Mai 2011 hat sich die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) Diözese Eichstätt in einer Stellungnahme zu den aktuellen Geschehnissen in der Atompolitik und deren Auswirkungen positioniert. Die Mitglieder sehen - nicht zuletzt aufgrund der Ereignisse in Japan - in der Kernkraft keinen Weg, eine nachhaltige Energieversorgung zu gestalten und fordern Sie als Verantwortliche und politische Vertreter dazu auf, sich für den geplanten Atomausstieg und den Ausbau erneuerbarer Energien einzusetzen.
Der Beschluss der Versammlung lautet wie folgt:

KLJB Eichstätt, im Mai 2011

Als katholischer Jugendverband liegt uns die Bewahrung der Schöpfung besonders am Herzen. Deshalb begrüßen wir die Entscheidung der Bundesregierung, die angekündigte Zurücknahme der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke umzusetzen und beizubehalten und den vom Volk gewünschten Atom-Ausstieg zu forcieren. Die Atomkraft ist auch als von der Regierung bezeichnete „Brückentechnologie“ zu regenerativen Energiequellen nicht geeignet, da sie unflexibel ist und die Energiewende bremst statt unterstützt. Des Weiteren weisen wir die Atomlobby auf die Chance hin, in den Ausbau regenerativer Energiequellen zu investieren statt diesen zu blockieren. Weiterhin erwarten wir, dass die Europäische Union tragfähige Energiekonzepte erarbeitet, die den Ausbau erneuerbarer Energien voranbringen, um langfristig auf die Atomenergie verzichten zu können.

Begründung ist, dass die Nutzung von Atomenergie ökologisch und sozial nicht vertretbar ist und von der Bevölkerung zunehmend abgelehnt wird. Argumente dafür sind einerseits, dass der Abbau des Rohstoffes Uran gesundheitsgefährdend und klimaschädlich ist. Der produzierte Atommüll – etwa 500 Tonnen pro Jahr allein in Deutschland1) -  kann bis dato nicht entsorgt oder risikofrei gelagert werden und „strahlt“ etwa eine Million Jahre. Des Weiteren können Atomkraftwerke nicht sicher vor Katastrophen oder menschlichem Versagen geschützt werden. Majak, Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima 2) - vier Atomkatastrophen seit 1957 sind definitiv vier zuviel!

1) Quelle: www.umweltinstitut.org
2) Quelle: www.ausgestrahlt.de

Die Diözese Eichstätt liegt in mittelbarer Nähe zu den Kernkraftwerken in Gundremmingen und Isar I und II nahe Landshut, die für uns eine permanente Bedrohung darstellen.

Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) im Diözesanverband Eichstätt nimmt Anteil am Leid, das der japanischen Bevölkerung durch das schwere Seebeben mit anschließender Flutwelle und der dadurch ausgelösten Reaktorkatastrophe im Kernkraftwerk Fukushima widerfahren ist. Die Naturkatastrophe hat Tausende von Menschen das Leben gekostet. Siedlungs- und Ackerland ist radioaktiv verstrahlt und für immer wertlos.

Um keine erneute Katastrophe zu provozieren, fordert die KLJB Diözese Eichstätt den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie.

Anmerkung der Diözesanleitung: Die Petition wurde in Anlehnung an die jüngsten politischen Entscheidungen der Bundesregierung zur Energiepolitik am 09. Juli 2011 aktualisiert.


Für weitere Informationen und Nachfragen stehen wir gerne zur Verfügung.


Der Diözesanausschuss
Katholische Landjugendbewegung (KLJB) Diözese Eichstätt






Anti-Atomkrafttag in Eichstätt am 5. September 2009

Im Zuge des Wahlkampfes für die anstehenden Bundestagswahlen scheint das Thema Atomkraft wieder aus den Blickwinkeln der meisten Politiker zu verschwinden. Gerade deshalb hat sich die Katholische Landjugendbewegung Eichstätt bei dem bundesweiten Anti-Atomkraft-Tag angeschlossen um zu zeigen: Wir sind da und wir sind gegen Atomkraft. Das Ganze unterstützt durch fundierte Argumente an einem Infostand auf dem Eichstätter Marktplatz geleitet von Mitgliedern des Arbeitskreises "Genesis".

 

Mit "Atomkraft – nein danke" Plakaten und T-Shirts ausgerüstet weckten sie schnell das Interesse der Passanten. Und die waren dem Thema gegenüber überwiegend aufgeschlossen. 

 

Es ging um die Gefahren die die Atomkraft birgt und darum, dass bis heute noch keine Lösung für die Endlagerung des verstrahlten Abfalls gefunden wurde. Weiter wollten die KLJB-Mitglieder Alternativen zur Atomkraft aufzeigen.

 

 

Phrasen und Scheinargumente von Politikern und Atomkraftbefürwortern: 
Einfach auf den Schlüsselbegriff klicken und erfahren was wirklich dahinter steckt.

  1. Wir brauchen eine Laufzeitverlängerung um Energiepreise sicherzustellen
  2. Ohne Kernenergie können wir unsere Klimaziele nicht erreichen
  3. Die Atomenergie ist Strom aus heimischer Energiequelle
  4. Kernkraft ist eine Ökoenergie
  5. Die deutschen Atomkraftwerke zählen zu den sichersten der Welt
  6. Um uns herum werden überall neue Kernkraftwerke gebaut
  7. Bereits in vier Jahren drohen eine Energielücke und Stromabschaltungen
  8. Strom aus Kernkraftwerken ist der preisgünstigste, den es auf der Welt gibt
  9. Technisch ist die Frage der Endlagerung bereits gelöst
  10. Kernkraft ist eine Brückentechnologie, an der langfristig kein Weg vorbei führt

Neues Projekt: „Kirche unter Strom – KLJB für Zukunftsenergie“

Bei „Kirche unter Strom“ geht es darum, KLJB-Ortsgruppen zu motivieren, sich mit dem Themenbereich Energie auseinander zu setzten. Das Projekt soll eine konkrete Antwort geben auf die Frage, welche Möglichkeiten wir als KLJBler haben, etwas zur Bewahrung der Schöpfung beizutragen.

Klar, wir können Stromsparen, das ist auf jeden Fall sinnvoll. Bei „Kirche unter Strom“ geht es aber darum, die örtliche Kirchenstiftung davon zu überzeugen, auf sinnvoll ausgewählten Ökostrom umzusteigen. Wie das geht, wie wir euch dabei unterstützen und was für euch als Ortsgruppe dabei raus springt, das könnt ihr in unserem Flyer nachlesen.

Ab sofort könnt ihr euch als KLJB Ortsgruppe bzw. als Jugendgruppe allgemein bei unserer KLJB AVÖ-Referentin Lisa Amon – Telefon: 08424/88115, email: l.b.amon@t-online.de – anmelden. Einfach kurzes Mail schicken und los geht’s!

Euer Genesis

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