Jugendtage Oberammergau

Gemeinsame Fahrt des KLJB-Diözesanverbandes und der Jugendstelle Weißenburg Wemding des BDKJ

 

Am 7. und 8.Mai 2022 fanden in diesem Jahr die Jugendtage bei den Passionspiele in Oberammergau statt. Mit dabei waren bei der Aufführung am 8. Mai knapp 50 Jugendliche aus dem Bistum Eichstätt, die sich in den Verbänden der KLJB und des BDKJ´s engagieren.

 

Früh ging es für die Gruppe am Sonntagmorgen bereits im Raum Neumarkt los, als sie sich auf den Weg nach Oberammergau zu den diesjährigen Jugendtagen machten. Weitere kamen in Weißenburg und Monheim hinzu. Gegen Mittag traf die Gruppe dann in Oberammergau ein und es konnte auf eigene Faust der Ort erkundet werden.

 

 

 

 

Am Nachmittag begann dann um 14.30 Uhr der erste Teil der Aufführung. Das Festspielhaus, welches mit gut 5.200 Plätze ausgestattet ist, war äußerst gut gefüllt. Der erste Teil begann sehr schnell mit einer Bühne voller Menschen, bei der Jesus triumphal auf einem lebendigen Esel in Jerusalem einzog. Es entfalteten sich viele Streitgespräche, welche Jesus mit den Schriftgelehrten und Hohepriestern in Jerusalem geführt hatte und der erste Teil endete mit dem letzten Abendmahl und der Verhaftung im Garten Getsemani. Immerdar war ein ruhiger aber eindrucksvoller Wechsel von Schaustellern und dem knapp 60 Mann/Frau starken Chor. Zudem wurde das Spiel sowohl im ersten als auch im zweiten Teil mit Bildern aus dem alten Testament untermauert. Diese „Standbilder“ wurden von ebenso lebenden Schaustellern im Hintergrund eindrucksvoll dargestellt und brachten zum Ausdruck, dass alles was in der Schrift steht sich in Jesus Christus erfüllt hat.

 

Während der Spielpause von 17 bis 20 Uhr konnten die Teilnehmer/innen dann ein Abendessen in den Lokalen des Dorfes zu sich nehmen. In der katholischen Kirche Oberammergaus bestand in der Pause auch die Möglichkeit um 18 Uhr die Heilige Messe zu besuchen.

 

Pünktlich um 20 Uhr begann der zweite Teil des Stückes, der sich sehr dramatisch entwickelte. Er handelte von der Verurteilung Jesu durch Pontius Pilatus und zeigte schließlich die Kreuzigung des Herrn inmitten der beiden Verbrecher, wie es uns das Evangelium berichtet.

Gerade in diesem Teil ist Vielen von uns aufgefallen, dass Jesus auch Anhänger aus dem Hohen Rat hatte wie Simon, Josef von Arimathä und Nikodemus. Außerdem wurde es von den Jugendlichen begrüßt, dass das Ringen des Judas Iskariot mit sich selbst einmal beleuchtet wurde. Dieser war nämlich vom Hohepriester Kajaphas überlistet worden und hatte darauf seinen Freund verkauft. Judas bereute seine Tat sehr emotional und erhängte sich schließlich.

Tief beeindruckt waren die Jugendlichen auch von der Kreuzigungsszene, die sehr einprägsam war. Ebenso vom Hauptmann, der in Jesu‘s Seite mit der Lanze stach, um zu sehen, ob er wirklich schon tot war. Die Aufführung endete aber nicht mit der Kreuzabnahme und der Grablegung, sondern mit den Schauspielern und dem Chor auf der Bühne, die feierlich das Halleluja singen, da Christus auferstanden ist.

 

Gegen 23 Uhr begann dann die vierstündige Rückfahrt von Oberammergau nach Neumarkt.

Eindeutig war das Votum im Bus, dass es eine sehr beeindruckende Aufführung des Leides und Sterbens Jesu war. Manchem Teilnehmer fehlten sogar die Worte, dass Gesehene überhaupt nochmal wieder zu geben.

 

Im Bus hatte ich dann ein wenig versucht noch die O-Töne der Teilnehmer/innen einzufangen.

So meinten die Jugendlichen auf die Frage:

 

„Warum bist du zu den Passionsspielen mitgefahren?“:

  • Ich wollte es unbedingt einmal sehen (Martin Bittlmayer KLJB-Diözesenvorsitzender)
  • Meine Oma hat immer gesagt, fahr mit und schau dir das an, du wirst es nicht bereuen (Alisa Vonhoff, KLJB-Diözesanvorsitzende)
  • Die Jungendstelle hatte diese Fahrt auf unterschiedlichen Kanälen beworben und es hat mein Interesse geweckt (Martina Schmidt, BDKJ-Vorsitzende Weißenburg-Wemding)
  • Unser Pfarrvikar hat uns direkt angesprochen, ob dies nichts für uns wäre – und war es! (Corinna Pleisteiner)

„Was hat dir besonders gut gefallen an der Aufführung?"

  • Das kleine Orchester im Untergrund, bei dem man glaubte, es sei ein riesen Orchester und die Menschenmassen auf der Bühne, egal ob Schausteller oder Chor. Es war vor allem ergreifend, als beim Einzug Jesu in Jerusalem sogar Mütter mit ihren Säuglingen auf der Bühne waren neben alten und hochbetagten Menschen. (Martin Bittlmayer KLJB-Diözesenvorsitzender)
  • Die Kostüme, die Kulisse und auch die lebenden Tiere haben einen echt in eine Welt von damals entrücken lassen. (Alisa Vonhoff, KLJB-Diözesanvorsitzende)
  • Diese vielen Dialoge und die ineinanderfließenden Bühnenbilder gaben dem eigentlichen Evangelium eine ganz neue Dynamik, die man so nie am Karfreitag oder in der gesamten Karwoche empfinden wird (Markus Müller KLJB-Präses)
  • Das Bühnenbild, die Menschenmassen und der Chor, welche ineinandergreifen, ist nicht zu toppen. (Martina Schmidt, BDKJ-Vorsitzende Weißenburg-Wemding)

 

Persönliches Fazit:

Es wird auf einmalige Art und Weise dargestellt, was Jesus wirklich wollte von den Menschen seiner Zeit, nämlich die Menschen zum Umdenken zu bewegen und sie im Vertrauen auf den himmlischen Vater stärken. Der Mensch, der in der Liebe zu Gott und dem Mitmenschen wachsen soll und nicht immer nur immer Urteilen und Verurteilen soll. Das Evangelium bekommt durch die Passionsspiele eine lebendige Art und Weise, die einen fesselt im Geschehen.

 

Markus Müller, KLJB-Präses

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